Off-Road-Safari V bleibt ein Versuch –
Die Usambara Mountains

Östlich der Straße, die zur Küste führt, erheben sich die Usambara
Mountains. Eine schmale, aber asphaltierte Nebenstraße windet sich aus
der Ebene in neblige Höhen. Wir fahren durch eine fruchtbare Gegend, Tee
wird hier angebaut, aber auch Obst und Gemüse aller Art und immer wieder
einmal reißt die Wolkendecke auf und gibt den Blick frei auf die
Lowlands. Lushoto, damals Wilhelmstal, war schon zur deutschen
Kolonialzeit eine Art Luftkurort und ist bis zum heutigen Tage ein
beliebtes Ausflugsziel. Vom einstigen Prunk jedoch ist nicht mehr viel
zu sehen, der Zahn der Zeit und auch der Schimmel nagen an der
Bausubstanz.
Wir finden ein Hotel, wo wir im Garten campen können und wärmen uns
abends am Kamin in der gemütlichen Bar. Von Lushoto soll es eine Piste
geben, die den steilen Abbruch Richtung Norden in halsbrecherischen
Serpentinen überwindet und dann durch ein entlegenes Gebiet zurück zur
Hauptstraße führt. Diese Piste ist auf keiner Karte zu sehen und die
Topographie macht es nicht sehr wahrscheinlich, dass es eine solche
überhaupt gibt. Das klingt gut, das braucht der Toyo und der Fahrer.
Die ganze Nacht und auch am nächsten Tag pisst es in Strömen. Bei
dichtem Nebel beträgt die Sicht kaum hundert Meter. Das braucht kein
Mensch - wir fahren nicht! Und wollten wir nicht schon lange eine Pause,
wollten wir nicht ans Meer?