Afrika, der Kontinent der gefährlichen Tiere, Teil 1
Oder: Ein ganz normaler Tag
Wie jeder weiß gibt es die „Big Five“: Löwe, Nashorn, Elefant, Büffel
und Leopard. Gefährliche Tiere, vor denen man auf der Hut sein und
denen man sich nur mit gebührendem Respekt nähern sollte.
Das ist ja auch kein Problem, sie sind ja so groß, dass man sie nicht
übersehen kann. Aber es lauern auch unzählige andere „kleine“ Gefahren
in Afrika:
so wird man auf dem morgendlichen Gang vom Toyo zur Toilette blutig
gebissen von einem Ohrenzwicker und zu Tode erschreckt von einer
giftgrünen Schlange, die sich direkt hinter einem vom Baum fallen lässt.
Wenn man dann einen schönen Ausflug mit dem Segelboot aufs Meer machen
möchte, durchs Ebbwasser zum Boot watet, wird man trotz Sandalen vom
Seeigel gestochen, gleich neuen schmerzhafte Spreißel hinterlassend.
Beim Baden im seichten, klaren Wasser rund um die kleine, einsame
Sandinsel, wird man von Fischen angeknabbert. Auf dem Rückweg kommt man
dann über den Strand und begegnet einem angriffslustigen Krebs, der
versucht, mit seinen starken, scharfen Scheren zuzupacken. Am Abend will
man sich erholen und greift entspannt zum Bier, sitzt doch daneben ein 2
cm großer Skorpion und fährt den Stachel aus. Hat man endlich genug an
diesem Tag, geht zu Bett und will noch ein bisschen trostvoll kuscheln,
beißt einen die Spinne, die zwischen die Fronten gerät. Ist man endlich
eingeschlafen, träumt man von den Gefahren der „Big Five“.
Afrika, der Kontinent der gefährlichen Tiere, Teil 2
Oder: Der Ausflug zu den „Big Five“
Genug von den „Big Five“ geträumt, macht man sich früh um fünf auf,
um sie endlich zu sehen. Beim morgendlichen Gang zur Toilette wird man
an der Klotür von einer zischenden Schlange begrüßt. Man wählt ein
anderes Häuschen, lässt sich gemütlich nieder. Für kurze Zeit nur, dann
hechtet man zur Seite, weil einem eine Eidechse vom Dach auf den Rücken
springt.
Während der Fahrt mit dem Toyo fliegen piesackende Tsetsefliegen durchs
Fenster, also hält man an und schlägt sie nieder. Bei der Vorbereitung
des Picknicks stürmen circa 25 Bienen den Toyo. Also räuchert man den
Wagen aus. Beim Vesper wird man in die Beine gezwickt, leider sitzt man
zu dicht an der Ameisenstraße. Dann hat man ein bisschen Zeit, die „Big
Five“ vom Autodach aus zu bestaunen und zu fotografieren. Diese Zeit
nutzen jedoch unzählige Fliegen, um in jede nur denkbare
Körperöffnung zu kriechen. Auf dem Rückweg wird man von durchs Fenster
springenden Heuschrecken angefallen.
Zurück am Camp lässt man sich erschöpft nieder. Die Ruhe wird einem
nicht gegönnt. Ein Moskitoschwarm sorgt für Unterhaltung. Die Flucht ins
Auto gelingt nur teilweise, leider kann man nicht verhindern, dass zwei
oder drei Biester folgen. Nun schon geübt findet man die Plagegeister
nach geraumer Zeit und schlägt sie tot. Todmüde fällt man dann selber in
den Schlaf und träumt von einem entspannten Ausflug zu den „Big Five“.